Mammut-Elfenbein ein edler Werkstoff

Da die Einfuhr von Elefanten-Elfenbein zu Recht stark reglementiert ist, bekommt das fossile Mammut-Elfenbein immer mehr Bedeutung.

Gefunden wird es in Sibierien, wo es durch den Rückgang der Permafrostbereiche an die Oberfläche gelangt oder oberflächennah gewonnen werden kann. Man rechnet mit ca. 400.000 Tonnen, die dort noch lagern.

Nach Auffinden des Elfenbeins durch russische Firmen besteht in der Regel ein Verwertungsverbot von ca. 3 Monaten. Nach geologischer- und archäologischer Bewertung geben staatliche Stellen es frei und es gelangt in den Handel.

Grundsätzlich unterscheidet sich das Mammut-Horn stark von einem Elefantenzahn z.B. des afrikanischen Elefanten. Das Horn des afrikanischen Elefanten ist einheitliches, volles Material vom Ansatz bis zur Spitze. Bei dem Mammut ist nur die Spitze gefülltes Material, der übrige Bereich bis zu Ansatz ist schalenförmig aufgebaut, man kann es fast mit dem Wachsen der Bäume in Jahresringen vergleichen.

Aus diesem Wuchs, ringartig, Spitze voll, entsteht die Aufgabe, das Material je nach Anforderung günstig zu nutzen, wie im gezeigten Bild. Hier wurde eine Scheibe quer durch das Horn gesägt, auf Edelholz-Dickfurnier aufgeklebt und mit gebrochenen, eingepassten Halbedelsteinen gefüllt, aufwendig geschliffen und poliert. Bei sorgfältiger Veredlung der Oberfläche entfaltet das Elfenbein seinen unvergleichlichen matten Glanz und wird zum edlen Schmuckstück. Dies ist die große Herausforderung, schöne Dinge herzustellen, der ich mich mit voller Überzeugung stelle.

Mammutelfenbein mit Einlagen aus Türkis Halbedelsteinen
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